Artemisia annua

Kräuterfrau Christel Ströbel empfiehlt:
ARTEMISIA ANNUA
– einjähriger Beifuß

Endemisch kommt die Pflanze aus Nordchina. Verbreitet hat sie sich über China nach Vietnam, Indien, Irak, Südeuropa. Durch den Anbau verbreitet sie sich immer mehr in Afrika. Hauptanbauländer sind Kenia und Nigeria.

ARTEMISIA ANNUA ist die Pflanze um Malaria vorzubeugen und auszuheilen. 1)
2015 bekam die chinesische Wissenschaftlerin Youyou Tu den Nobelpreis der Medizin, für ihre Forschungsarbeit zu dieser Pflanze 2) Sie konnte nachweisen, dass der Wirkstoff Artemisinin, Parasiten im menschlichen und tierischen Blut eliminiert. Artemisinin reagiert stark mit Eisen, welches sich in hoher Konzentration in Malaria Erregern befindet. Beim Kontakt von Eisen und Artemisinin wird eine starke chemische Reaktion ausgelöst. Dabei werden freie Radikale gebildet. Sie zerstören die Malaria Erreger, indem sie ihre Zellmembran durchlöchern und damit eliminieren.
Dasselbe geschieht mit Krebszellen, die ebenfalls ein vielfaches an Eisen als normale Zellen enthalten. Die oben beschriebene Reaktion bewirkt, dass die Krebszellen wie „implodieren“ und keine Nährstoffversorgung mehr bekommen. Der Tumor wird ausgehungert.
Artemisia annua bekam in China den schönen Namen „Kraut der Hoffnung“!

 

Über 400 Inhaltsstoffe

– antiviral
– antibakteriell
– antimikrobiell
– antifugal
– hochwirksam gegen Parasiten und Erreger
– bei Borreliose
– bei HIV-Viren, SARS, Covid19
– Pfeiffersches Drüsenfieber, Gelbfieber
– unterstützend in der Krebsbehandlung
– Durchfall, Krämpfe, Verdauungsstörungen
– Faserstoffe sorgen für eine gesunde Darmflora
>>>  bitte nicht in der Schwangerschaft anwenden.

Zur Zeit laufen erfolgversprechende Untersuchungen für die Wirkung von Artemisinin gegen Covid19 Viren! 3), 4)

Quellen:
1) World Health-Organization / WHO
2) 
www.wikipedia.de
3)
Prof. Dr. Seeberger, Max-Planck-Institut
4) anamed international e.V., Dr. Hans-Martin Hirt

Chia Samen

SALVIA HISPANICA– Chia Samen

Chia-Samen werden vorvorwiegend in Mexiko, Bolivien, Peru und Argentinien angebaut, wo sie schon vor Tausenden von Jahren Grundnahrungsmittel der Maya und Azteken waren.

Chia-Samen enthalten unter anderem wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Proteine, Eisen und Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Eisen und Magnesium. Ihr hoher Anteil an Antioxidantien schützt unsere Zellen vor Freien Radikalen, weshalb Chia-Samen auch als „Anti-Aging“ Lebensmittel gelten.

Fügt man den Chia-Samen Flüssigkeit hinzu, verändern sie ihre Konsistenz und werden gelartig. Grund dafür ist die äußere schleimbildende Polysaccharidschicht, die auch Leinsamen haben, dadurch kann die Verdauung gefördert werden.

Verwendung: Chia-Samen können z.B. im Salat, im Porridge, Müsli oder in Overnight Oats, in selbstgebackenem Brot, als Chia-Pudding, im Smoothie oder als Ei-Ersatz verwendet werden.

    CHIA aus eigenem Anbau!

Wir freuen uns in diesem Jahr zum ersten Mal Chia-Samen aus eigenem Anbau anbieten zu können!
Gemeinsam mit der Universität Hohenheim haben wir eine Sorte für den Anbau in Deutschland auf unseren Ackerflächen in Heilbronn angebaut und  das Ergebnis spricht für sich.

Artemisia absinthium – Wermut

ARTEMISIA ABSINTHIUM – echter Wermut

Der Wermut ist ursprünglich in Asien heimisch, in Europa und Nordafrika eingebürgert und heute auch in Nord- und Südamerika verbreitet. Der bis zu 1 m hohe Halbstrauch trägt sehr charakteristische 2- bis 3-fach fiederteilige Blätter mit sehr schmalen Fiedern, die beidseitig dicht weiß-seidig behaart sind. Die kleinen, kugeligen gelben Blütenköpfchen sind in Rispen angeordnet. Blütezeit ist Juli bis September.
Wermutkraut enthält ätherisches Öl mit Thujon und vielen anderen Monoterpenen, Bitterstoffe vom Sesquiterpenlacton-Typ, Flavonoide und Phenolcarbonsäuren. Angewendet wird Wermut gerne zur Unterstützung der Magenfunktion als Tee, Tinktur oder Trockenextrakt.

Jiaogulan

JIAOGULAN – Kraut der Unsterblichkeit

Jiaogulan findet in China bereits früheste Aufzeichnungen um das Jahr 1400 und ist in asiatischen Ländern wie Taiwan, Japan, Korea, China, Thailand und Indien beheimatet.

In der Provinz Guizhou in China wird das Kraut „Xiancao“ genannt, was so viel bedeutet wie „Kraut der Unsterblichkeit“.

Die Blätter der Jiaogulanpflanze werden unter anderem in der Chinesischen Medizin eingesetzt. Auf der internationalen Konferenz für traditionelle Medizin wurde Jiaogulan 1991 in Peking als eines der zehn wirkungsvollsten stärkenden Kräuter 
eingestuft und ist auch eine der wirksamsten adaptogenen Pflanzen. Seine adaptogene Eigenschaft hilft dem Körper sich leichter an unterschiedliche Stress-Situationen anzupassen und kann einen positiven Effekt bei Stress-induzierten Krankheiten ausüben.

Die Blätter der Pflanze beinhalten das für die Gesamtwirkung der Pflanze wichtige Saponin sowie Spurenelemente, Aminosäuren, Proteine, Polysaccharide und Vitamine. Der wichtigste Unterschied zu Ginseng ist, dass Jiaogulan viermal so viele Saponine wie Ginseng enthält. Einige davon sind identisch mit dessen Wirkstoffen, andere werden erst im Körper zu diesen Stoffen umgewandelt.

Marrubium vulgare – Andorn

MARRUBIUM VULGARE – Gewöhnlicher Andorn

Ursprünglich stammt der Andorn aus dem Mittelmeerraum. Er bevorzugt nährstoffreiche, mässig trockene, sonnige Böden. Die mehrjährige Pflanze mit dem vierkantigen behaarten Stängel, der 40 bis 60 Zentimeter hoch wird, blüht von Juni bis September.

Das Kraut, das scharf schmeckt, enthält viele Bitter- und Gerbstoffe, ausserdem Harze und ätherische Öle. Der für den Andorn typische Bitterstoff Marrubiin (daher der Name, von lat. marrium = bitter) ist für die Heilwirkung verantwortlich. Unter anderem erweitern sich verengte Bronchien, was wiederum zu einer verbesserten Sauerstoffaufnahme und einer erleichterten Schleimentfernung führt. Ausserdem wird die Gallenproduktion angeregt.

 Andorn kommt aufgrund der langen traditionellen Verwendung als Heilmittel für folgende Anwendungsgebiete infrage: zeitweise Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen, Katarrhe der Luftwege und wirkt schleimlösend, antientzündlich sowie krampflösend.